Wiederaufnahme (Kopie)

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Modul M-FX Tachymeter Steuerung

Instrumentpanel - - Dialog Messprogramm - Wiederaufnahme (Kopie)

Mit Wiederaufnahme (Kopie) wird ein zuvor absichtlich oder unabsichtlich geschlossener Standpunkt wieder aufgenommen, und man kann direkt weiter messen. Voraussetzung ist natürlich, dass an dem Standpunkt keinerlei Veränderungen vorgenommen wurden.

Die Wiederaufnahme (Kopie) erfolgt in einem neuen Stapelansatz und enthält lediglich alle Anschlussmessungen, die auf dem zuvor geschlossenen Standpunkt vorlagen. Sie beginnen quasi eine neue Messreihe zu den gleichen Ausgangsbedingungen.

Im angezeigten Dialog werden alle Stationierungen aufgeführt, die im Stapel gefunden werden. Hierbei handelt es sich um Stationierungen, die über Wiederaufnahme (Kopie) initialisiert wurden und um Wiederaufnahmen, die das Programm wegen Unterbrechungen einer Stationierung durch andere Konstruktions- und Rechenschritte automatisch vorgenommen hat. Ein und derselbe Standpunkt kann also durchaus öfter vorkommen.

Falls die gewählte Stationierung mit Höhenmessungen definiert war, so muss der Anwender bestätigen, dass das Gerät in der gleichen Höhe steht, da sich die Anschlussmessungen, die übernommen werden, auf die tatsächliche Instrumentenhöhe beziehen. Diese Höhe wird im Dialog mit angegeben.

Die Wiederaufnahme sollte deshalb nur in Fällen angewendet werden, wo das Instrument noch an Ort und Stelle in gleicher Orientierung steht. Dies ist in der Regel der Fall, wenn

  • der Anwender den Standpunkt zu vorschnell beendet hat,

  • wegen eines Batteriewechsels den Standpunkt schließen musste

  • bewusst Änderungen für weitere Messungen an der Stationierung vorgenommen werden sollen.

Bitte beachten:

Bitte beachten Sie, dass in einer Wiederaufnahme (Kopie) hinzugefügte Anschlusspunkte nur Auswirkungen auf Messungen haben, die in dieser Wiederaufnahme (Kopie) vorgenommen werden! In der Originalaufnahme, in der vielleicht auch bereits einige Neupunkte gemessen wurden, ist diese neu hinzugefügte Anschlussmessung nicht enthalten!

Falls Sie während einer Polaraufnahme andere Berechnungen ausführen, und anschließend wieder polare Punkte messen, so ist das Verhalten ähnlich. In diesem Fall wird die Polaraufnahme unterbrochen und mit der ersten Polarmessung nach den anderen Berechnungen automatisch in einem neuen Ansatz wieder aufgenommen. Der Anwender merkt hiervon nichts.

Auch in diesem Fall gelten anschließend hinzugefügte Anschlussmessungen ausschließlich nur für diesen neuen Ansatz! Wir raten deshalb dringend dazu, erst alle Anschlüsse zu messen, und sich dann den Neupunkten zu widmen. Nur so sind alle Anschlüsse immer sowohl in allen automatisch wieder aufgenommenen Standpunkten als auch in jeder bewusst gewählten Wiederaufnahme (Kopie) enthalten.

Um eine Anschlussmessung in vorherige Stapelansätze "hineinzubekommen", gibt es zwei Möglichkeiten:

Sie öffnen die entsprechenden Stapelansätze im KIVID®-Feld Stapelprogramm und messen den Anschluss im Stapelprogramm.

In KIVID®-Feld können Sie unter Konfiguration/polare Messung die Option "Messungen inaktiv bei Datenreduktion" auswählen. Wenn Sie das machen, werden alle vor den Zwischenberechnungen durchgeführten Messungen als inaktive Messungen in den automatisch wieder aufgenommenen Standpunkt hinein kopiert. Bei der bewussten Wiederaufnahme (Kopie) ist das nicht der Fall, dort stehen nur die alten Anschlüsse zur Verfügung. Auch im Stationseditor stehen diese Messungen dann inaktiv zur Verfügung. Um einen nachträglich nach einer Unterbrechung gemessenen Anschluss nun für alle zuvor gemessenen Neupunkte zur Verfügung zu stellen, ist dies dennoch eine gute Möglichkeit, denn wenn man diese inaktiven Messungen im Stationseditor aktiviert, so gelten sie im neuen Ansatz und überschreiben die Messung im alten Ansatz vor den Zwischenberechnungen, in dem dieser Anschluss noch nicht enthalten war. Um die Chronologie des Stapels zu erhalten, sollte man dann den alten Ansatz aber deaktivieren. Im Prinzip "verlagert" man so die gesamte Polaraufnahme NACH die Zwischenberechnungen.

Zum weiteren Ablauf der Stationierung lesen Sie bitte im Kapitel "Bekannte Stationierung" nach.

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